Easy Travel – Leider nicht im AppStore – Ein Erfahrungsbericht
Veröffentlicht von Daniel
Vor einiger Zeit hat mir ein Bekannter von seinen Erfahrungen im AppStore berichtet. Das hörte sich doch schon ziemlich verlockend an. Nicht nur mal wieder etwas Neues sehen und machen, sondern nebenbei auch eine gewisse Entschädigung für seine Arbeit zu bekommen. Ja, ich gebe es zu: Ich stelle Apps in den AppStore ein, um damit etwas zu verdienen ![]()
Nun, nach einigen interessanten Unterhaltungen (sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld) war es dann soweit. Mein eigener Mac stand auf dem Schreibtisch. Den musste ich mir leider besorgen, da es derzeit keine vernünftige Möglichkeit gab, Apps für den AppStore zu entwickeln (in meinem Fokus stehen nicht die Leute, die ihr iPhone mit einem Jailbreak versehen haben). Zwar gibt es Möglichkeiten auch ohne einen Mac, Programme für das iPhone zu schreiben (siehe hier), allerdings denke ich nicht, dass dies praktikabel ist, wenn man in den AppStore möchte.
Gut, der Mac war also da. Das Buch auch. Dann kann es ja los gehen. Nach kurzer Verwirrung bzgl. Apples Restriktionen habe ich kurzer Hand meinen Plan B umgesetzt (Plan A war zum Scheitern verurteilt, da Apple keine geduldete Möglichkeit zur Verfügung stellt, um verfügbare WLAN-Netze zu scannen). Damit sind wir schon beim ersten Punk.
Wieso kommen manche Apps in den AppStore, die offensichtlich private API-Calls nutzen? (Man muss dazu sagen, dass jede App einem Review unterzogen wird, bevor diese in den AppStore gelassen wird.) Flüchtigkeitsfehler? Nein, dann hätte man diese App spätestens beim nächsten Update sperren können. Willkür? Möchte ich jetzt hier nicht unterstellen… Wahrscheinlich nutzt der Autor eben doch einen Weg, den ich nicht gefunden habe…
Sei es drum. Ich hatte doch den Plan B. Gesagt getan. Die Umsetzung der ersten Version ging erstaunlich schnell von der Hand. Wenn man sich einmal an Objectve-C mit XCode gewöhnt hat (und vorallem an die Apple-Tastatur “Huch, wieso ist das Programm zu? Ich wollte doch nur ein @ schreiben…”
). Größere Probleme bekam ich erst, als es daran ging ein Logo für das Baby zu erstellen. Ich bin halt kein Kreativer… Eine Notlösung habe ich dennoch mit meinen katastrophalen Gimp Skills hinbekommen. So letzter Schritt ist getan ab in den AppStore…
Wie ich vorhin sagte, wird jede App einem Review unterzogen, bevor sie für den AppStore zugelassen wird. Angepriesen wurde zu der Zeit eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von 14 Tagen. Dies galt wohl leider nicht für meine App (und die ist im Vergleich ziemlich überschaubar für einen Tester). 16 Tage später … es waren 16 Tage voller Erwartungen. Wobei ich nicht so recht wusste, wer sich mehr freute oder interessierter war: Meine Mitmenschen oder ich? … kam endlich eine Mail aus dem Hause Apple. Ich zietiere:
Easy Travel cannot be posted to the App Store because the small bundle icon does not match your large icon. This might be confusing to users.
iTunes Connect Developer Guide, pg 35
C) Large Icon (512×512)
The small (57×57) icon that you include inside the binary will be used on the home screen, and the App Store when viewed from the iPod touch and iPhone. The large icon will be used to feature your application on the iTunes App Store.
Wie die Bilder sind unterschiedlich? Dabei habe ich doch das kleine Icon extra modifiziert, damit man es besser erkennen kann! Hier der Vergleich:
Zunächst das große Bild:
Und zum Vergleich dazu das nicht passende kleine Bild:
Ziemlich verwirrend …
Dies bringt uns also zu dem zweiten Punkt. Zur Erinnerung: Der erste Punkt war die scheinbare Benutzung der privaten API-Calls. Wo bitte, gibt es bei diesen beiden Bildern eine Verwirrung des Users? Ich habe doch nur den Rand gestutzt und keine Information aus dem Bild entfernt. Wer sich mal in den AppStore umschaut wird garantiert etliche Beispiele finden, bei denen die Logos auch unterschiedlich sind.
Zu meinem größten Ärger, wurde an dem gleichen Tag eine App in den AppStore gestellt, dessen Autoren ich kenne (Diese App wurde für einen großen Konzern entwickelt) und siehe da: Auch dort waren die Logos unterschiedlich. Willkür – oder vielleicht doch nur der Respekt vor großen Namen, diese wegen einer Lappalie abzulehnen?
Aber ist okay. Ich zieh mir den Schuh an. Habe wohl die Guideline nur unzureichend überflogen
Was nun? Wieder 16 Tage warten wegen einem geänderten Logo? Zum Glück nicht. Dieses Mal war der Review Prozess sehr viel schneller beendet und meine App befand sich endlich im AppStore. Juhuuu!
Hier nochmal der Vergleich woran es gelegen hat:
Kleine Ursache. Große Wirkung!
Nun, was möchte ich sagen? In meinen Augen kann sich Apple viel negative Kritik sparen, wenn sie gerade diese Willkür abstellen würden oder aber die eine oder andere Richtlinie fallen lassen würden.
Hält mich das ab? Nein! Ich leide wohl unter Stockholm …
Auch wenn mir klar ist, dass meine App bei weitem nicht reicht, sich zur Ruhe zu setzen, hatte ich doch nicht erwartet die viel kritisierte Willkür von Apple direkt im ersten Versuch zu spüren zu bekommen. Schade, aber am Ende ist ja noch mal alle gut gegangen.
So nach langer Zeit mal wieder ein Beitrag in meinem Blog. Hoffentlich gefällt er euch. Noch besser wäre es, wenn euch auch die App gefallen würde



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